Presseecho: 1200 Besucher bei Bücherschau-Premiere


Bei freiem Eintritt und Herbstwetter draußen kamen am Samstag Hunderte zur Buchmesse ins Daetz-Centrum.

Von Markus Pfeifer
erschienen am 09.10.2017

Lichtenstein. Die Premiere der Lichtensteiner Bücherschau kann als Erfolg gewertet werden. Mit rund 1200 Besuchern war die Resonanz gut und die Bücher, die von 30 Verlagen präsentiert wurden, weckten nicht nur Interesse, sondern wurden auch gekauft. "Die Verlage wollen wiederkommen", sagte Mario Schubert aus dem Daetz-Centrum und konnte bereits einen Termin für die Neuauflage geben. Am 22. September 2018 soll es die zweite Lichtensteiner Bücherschau geben. "Es gibt keinen Weg zurück", sagte Initiator Andre Mannchen schon während der Veranstaltung, die auch das Fernsehen angelockt hatte. Mannchen hatte das Daetz-Centrum vor einigen Jahren besucht und sah es als idealen Ort für eine Buchmesse vor allem für kleine Verlage und einzelne Autoren.

Einer von ihnen ist der Hohenstein-Ernstthaler Matthias Ramtke, der schon etliche Geschichten aus dem Fantasy-Genre geschrieben und veröffentlicht hat. Zum Buch "Helden gibt es nur im Märchen", das im Verlag Schwarze Ritter erschienen ist, gehört auch Ramtkes Geschichte "Tochterfluch". Ein solches Buch zu veröffentlichen, ist gar nicht so einfach. "Die kleinen Verlage machen Ausschreibungen und man kann seine Geschichten einreichen", sagt der 27-Jährige, der als Erzieher arbeitet, aber hobbymäßig schon seit der Schulzeit schreibbegeistert ist. Seine Geschichten spielen meist im Mittelalter und sind oftmals ziemlich düster angehaucht. "Zum Vorlesen in der Kita sind sie eher ungeeignet", sagt Ramkte, der im Auftrag des Verlages bei der Bücherschau dabei war. Mit Kindern schreibt der gebürtige Lichtensteiner aber hin und wieder Geschichten oder erarbeitet Theaterstücke. Nächstes Jahr will er eine Novelle herausgeben.

Am Nachbarstand gab es bei Regina Röhner aus Rüsdorf, die zusammen mit Susann Jaensch den Stand des Verlages für die Frau aus Leipzig betreute, auch kulinarische Überraschungen für die Gäste. Süße Semmeln nach einem Rezept aus dem späten Mittelalter, Kirschmus und Apfelringe einer Apfelsorte, die es schon zu Martin Luthers Zeiten gab, kamen gut an. Viele Rezepte finden sich in Regina Röhners Buch "Zu Gast bei der Lutherin – Kochkunst der Katharina von Bora".

Eine Vielzahl von Lesungen gehörte zum Programm der Lichtensteiner Bücherschau. Vereine wie der Lichtensteiner Geschichtsverein oder der Freundeskreis des Stadtmuseums beteiligten sich an der Bücherschau, bei der am Stand des Tourismusvereins Zeitsprungland auch ein ganz anderes Medium für Interesse sorgte. Dank spezieller Brille und Computertechnik konnten sich Besucher in der Virtuellen Realität in regionalen Sehenswürdigkeiten bewegen. Im Anschluss an die Bücherschau fand auch noch die Lichtensteiner Kriminacht statt, bei der 30 Besucher zu Gast waren.

 

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