Presseecho: Mario Schubert hat schon drei Menschen auf dem Gewissen


Der Krimiautor aus Hohenstein-Ernstthal liest heute in Lichtenstein aus seinem Krimi, der im Naturkundemuseum in Waldenburg spielt. Er plant bereits sein nächstes Verbrechen.

Von Erik Kiwitter
erschienen am 07.10.2017

Hohenstein-Ernstthal. Sein vorerst letzter Mord war nicht von schlechten Eltern. Das Opfer wird mit einem Wagenheber erschlagen. Als es mausetot ist, wird ihm noch eine Hand abgetrennt. Wahrlich nicht die feine englische Art. "Meine anderen Morde sind etwas subtiler", sagt der Täter …

Mario Schubert aus Hohenstein-Ernstthal ist so eine Art Auftrags-Killer. Natürlich ist das mit einem Augenzwinkern gemeint. Bisher hat der Krimiautor aus Hohenstein-Ernstthal drei Menschen auf dem gewissen. Aus der Geschichte um den Mann, der mit einem Wagenheber erschlagen und dessen Hand abgetrennt wird, wird Schubert heute im Rahmen der Bücherschau im Daetz-Centrum in Lichtenstein vorlesen. Der Krimi spielt übrigens ganz in der Nähe, nämlich im Naturalienkabinett des Naturkundemuseums in Waldenburg. Der Mörder ist in dem Fall eine Frau, die Rache übt an ihrem Peiniger, der sich vor Jahren an ihr vergangen hat. Mit der Hand, die ihm abgetrennt wurde, hatte er der Frau bei der Vergewaltigung einst den Mund zugehalten, damit sie nicht schreien konnte. Und was hat das alles mit dem Naturalienkabinett zu tun? Die Hand landet in einem Glas mit Ethanolgemisch, das dort neben anderen Gläsern in einem Regal steht. "Ein Glas zuviel" heißt der Krimi von Mario Schubert, der sich in dem Band "Sachsenmorde 2" wiederfindet. Indes plant der Autor weitere Straftaten. So arbeitet er gegenwärtig Mord Numero vier. Die Handlung soll wieder in der Region spielen. Dazu bereitet Schubert ein weiteres Verbrechen vor, das in eine Weihnachtsgeschichte verpackt werden soll. Wie sieht es privat bei Schubert aus, welche Länge hat sein ganz persönliches Vorstrafenregister? "Ich habe eine blütenreine Weste", beteuert er. Das klingt glaubhaft. Der Autor ist seit vier Jahren ehrenamtlich am Landgericht Zwickau als Schöffe tätig. Das geht nur, wenn man noch nicht straffällig geworden ist.

Die Lichtensteiner Bücherschau im Daetz-Centrum findet zum ersten Mal statt. Schubert liest am heutigen Vormittag von 10.30 bis 11 Uhr. Am Abend geht es dann gruselig weiter. Zur Krimi-Nacht kommen Autoren wie Traude Engelmann, die die "Geldwäscherin" geschrieben hat, und Andreas M. Sturm mit seinem "Leichentuch". Klingt wie bei Mario Schubert danach, als sei es nichts für schwache Nerven.

Die Bücherschau im Daetz-Centrum Lichtenstein geht heute von 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei. Die Krimi-Nacht startet 19 Uhr. Eintritt: 6 Euro.

 

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